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Geschrieben von
Hellen Stein
Hellen Stein
Marketingmanagerin

Was Sie für Ihre erste Hüttenwanderung wissen sollten

Eine Wanderung von Hütte zu Hütte hat ihren ganz eigenen Reiz. Nach einer anstrengenden Tour den Abend in einer urigen Stube ausklingen lassen und am nächsten Morgen den Sonnenaufgang mitten in den Bergen beobachten können, sind wunderbare Erlebnisse. Damit Ihr nächster Hüttenbesuch entspannt abläuft, haben wir Ihnen hier wissenswerte Informationen zusammengestellt.

Hüttenwandern: Übernachten in einer richtigen Berghütte

Sobald Sie Ihr Tagesziel erreichen, melden Sie sich zügig beim Hüttenwirt oder dem Hüttenpersonal an. Die Schlafplätze werden nach der Reihenfolge der Ankünfte vergeben und auch reservierte Plätze werden nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit freigehalten. Danach werden sie an weitere wartende Gäste gegeben. Wenn Sie einen Schlafplatz zugeteilt bekommen haben, belegen Sie diesen deutlich sichtbar. Im späteren Verlauf des Abends kann es passieren, dass offensichtlich unbelegte Betten an andere Gäste vergeben werden.

Für Alpenvereinshütten ist es notwendig, dass Sie einen sogenannten Hüttenschlafsack mitbringen. Dies ist ein ganz kleiner, leichter Schlafsack aus dünnen Material z.B. Seide, in welchen Sie aus rein hygienischen Aspekten schlüpfen. Auf der Hütte bekommen Sie wärmende Wolldecken und Kissen, welche sie über bzw. unter den Hüttenschlafsack legen. Hütten, für die Sie keinen Schlafsack brauchen, sind eher die Ausnahme.

Während Sie in der Gaststube der Hütte mit Ihren Wanderschuhen herumlaufen dürfen, sind in den Gängen und Zimmern nur noch Hüttenschuhe erlaubt. Es gibt hierfür in jeder Hütte einen Schuhraum, wo Sie Ihre Wanderschuhe ausziehen und deponieren. Für den Aufenthalt in der Hütte bringen Sie leicht Schuhe wie etwa Flip-Flops mit, nutzen dicke Socken oder verwenden die in manchen Hütten zur Verfügung gestellten Hüttenschuhe.

So klappt das Gemeinschafts-Leben

Eine Hütte in den Bergen bietet auf engstem Raum vielen Gästen Schutz. Entsprechend ist das oberste Gebot, dass sich jeder rücksichtsvoll gegenüber den anderen Gästen verhält. Versuchen Sie, so wenig Platz wie möglich zu brauchen, belegen Sie z.B. nur einen Wandhaken, packen Sie nur das nötigste aus Ihrem Rucksack und rücken Sie an Tischen zusammen. Hier ergeben sich oft sehr spannende Unterhaltungen, die Ihr Hüttenerlebnis abrunden.

Der Tag auf einer Berghütte endet früh – so ist meistens um 22 Uhr Hüttenruhe. Da auch der Tag morgens schon früh beginnt - Frühstück gibt es oft bereits ab 6 Uhr - halten Sie sich bitte an die Ruhezeiten. Das heißt, verhalten Sie sich ruhig auf den Gängen und in den Schlafräumen, schalten Sie nicht mehr das Zimmerlicht ein sondern verwenden Sie ihre Taschenlampe und räumen Sie nicht mehr in Plastiktüten oder Ihrem Rucksack herum. Ihr Mitschläfer danken es Ihnen mit Sicherheit.

Angesichts der abgeschiedenen Lage einer Hütte mit reduzierter Infrastruktur sollte es für Sie selbstverständliche sein, dass Sie sparsam mit Wasser umgehen und Strom sparen, wo es geht. Viele Hütten haben in den Sommermonaten ein Wasserproblem, wenn der umliegende Schnee abgeschmolzen ist. Verhalten Sie sich bitte entsprechend den Gegebenheiten.

Die Entsorgungs-Situation ist auf Hütten oft sehr aufwändig und sehr teuer. Deshalb lassen Sie bitte keinen Müll auf der Hütte, den Sie mit dorthin gebracht haben. Es hat sich der Spruch bewährt „Nimm mehr mit, als du gebracht hast“. Sobald Sie das nächste Mal im Tal sind, können Sie Ihre Rucksack-Taschen wieder ausleeren.

Was erwartet mich bei einer Hüttenübernachtung?

Machen Sie sich vorher bewusst, dass eine Hütte kein Hotel in den Bergen ist. Auch wenn der Standard bei vielen Hütten in den letzten Jahren enorm gestiegen ist, so bietet eine Hütte doch deutlich weniger Luxus als ein Hotel.

Sanitärgelegenheiten werden von allen Gästen zusammen benutzt, getrennt nach Geschlechtern. Die Waschräume bieten sehr oft nur kaltes Wasser und duschen ist meist nur gegen Aufpreis und bei ausreichender Wasserversorgung der Hütte möglich. Oft reicht es aber auch, sich am Waschbecken frisch zu machen.

Strom ist auf Hütten ebenfalls oft Mangelware, WLAN-Netze werden Sie in den seltensten Fällen finden. Gelegentlich ist es möglich, Ihr Handy gegen Gebühr aufladen zu lassen, damit rechnen sollten Sie allerdings nicht. Nehmen Sie daher am besten eine Powerbank mit auf die Tour.

Das Essen auf den Hütten ist meistens sehr üppig und deftig. Erwarten Sie keine riesige Speisekarte und eher einfache, bodenständige Gerichte und Getränke. Die Rücksichtnahme auf Lebensmittelunverträglichkeiten ist in den Hütten schwierig. Vegetarische Gerichte sind mittlerweile im Angebot üblich, Forderungen nach veganen, gluten- oder laktosefreien Gerichten können dagegen kaum erfüllt werden. Oft ist es notwendig bereits am Nachmittag das Abendessen zu bestellen. Dies teilt Ihnen der Hüttenwirt dann aber bei Ihrer Anmeldung mit.

Auf unseren Reisen, bei denen Sie auf einer Berghütte übernachten, buchen wir das Abendessen immer gleich für Sie mit. 

In jedem Fall lassen Sie sich auf die Hüttenkultur ein und genießen Sie, was eine Berghütte Ihnen bietet. Getreu dem Motto „Hier gibt es Alles, was Sie brauchen und was es nicht gibt, das brauchen Sie nicht.“ wünschen wir Ihnen erlebnisreiche Hüttenwanderungen.

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