FAQ, Portugal, Wandern, Wegweiser

Wandern auf Madeira – sonniger Südwesten oder grüner Nordosten?

1 Mrz , 2019  

Wie ein grünendes und blühendes Gebirge im Meer ragt Madeira aus dem tosenden Atlantik. Politisch gehört die Blumeninsel zu Portugal, doch beim Wandern wirkt sie eher wie eine eigene kleine Welt – mit unterschiedlichen Klimazonen, vielfältiger Vegetation und abwechslungsreichen Landschaften auf kleinstem Raum.

Rauschende Atlantikwellen, dramatische Steilklippen & üppige Vegetation auf Madeira.
Rauschende Atlantikwellen, dramatische Steilklippen & üppige Vegetation auf Madeira.

Aus diesem Grund unterscheiden sich auch die Regionen der Insel, unter anderem in Bezug auf die beste Reisezeit und den Charakter der Wanderungen.


Madeira – Wanderungen, Reisezeit & Unterkünfte

Im grünen Nordosten der Blumeninsel warten beeindruckende Ausblicke von den höchsten Gipfeln der Insel auf Sie. Oder möchten Sie doch lieber den sonnigen Südwesten Madeiras auf leichten Wanderungen entdecken? Hier erkläre ich Ihnen die Unterschiede zwischen beiden Wanderreisen, damit Sie den passenden Wanderurlaub für sich finden:


Wanderungen – Schwierigkeit & Schwindelfreiheit

Beim Wanderurlaub Madeira: Der sonnige Südwesten erwarten sie leichte bis moderate Wanderungen. Für Wanderer mit einer passablen Fitness und einer gewissen Wandererfahrung sind die täglichen Etappen mit bis zu 14 km Entfernung und durchschnittlich 400 Höhenmetern gut zu bewältigen.


Wasserfälle & grüne Täler im Südwesten:

Die Tagestouren sind meist einfache und ruhige Wanderungen, unter anderem entlang Levadas und Wasserfällen durch die grünen Täler im Landesinneren. Hinzu kommt eine Rundwanderung im äußersten Westen Madeiras mit herrlichen Aussichten auf die dramatischen Klippen. Eine optionale und fordernde Wanderung führt Sie durch die höher gelegene Gebirgswelt im Zentrum Madeiras, entlang des Pico Grande. Alternativ könnten Sie einen Ruhetag zum Entspannen einlegen.


Bergwelten im grünen Nordosten:

Unsere Wanderreise Madeira: Der grüne Nordosten ist im Vergleich der beiden Touren etwas anspruchsvoller. Grundsätzlich gilt sie mit täglichen Entfernungen zwischen 14 und 20 km und maximal 650 Höhenmetern immer noch als moderat. Geübte Wanderer mit guter Kondition sollten diese Wanderreise ohne Probleme meistern können.

Wanderung zum höchsten Berg auf Madeira - dem Pico Ruivo (1.862 m).
Bergwelten im Inselinneren Madeiras – der höchste Gipfel ist der Pico Ruivo (1.862 m).

Die kräftezehrendste Tageswanderung ist die 3-Gipfel-Tour – vom Pico Ruivo vorbei am Pico das Torres bis zum Pico Arieiro. Auf dem spektakulärsten Höhenweg Madeiras geht es zu den höchsten Berggipfeln der Insel. Dementsprechend fordernd sind auch die Auf- und Abstiege dieser Wanderung. Ebenfalls etwas anspruchsvoller ist die Küstentour von Machico nach Porto da Cruz. Der beeindruckende Küstenweg führt entlang der wilden Atlantikküste im Nordosten Madeiras. Für beide Wanderungen ist absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, da die schmalen Steige hoch verlaufen und an manchen Stellen ungesichert sind.

Hinzu kommen auch auf der Wanderreise durch den Nordosten Madeiras einige eher gemächliche Wanderungen entlang der Levadas und durch den Lorbeerwald im grünen Inselinneren.


Levadawanderungen:

Wanderung entlang der Levada do Caldeirao Verde auf Madeira.
Wandern Sie entlang der grünen Hänge neben den „Levadas“.

Eine Besonderheit sind Wanderungen auf Madeira entlang der Bewässerungskanäle, genannt „Levadas“. Die Pfade sind meist angenehm zu wandern, gelegentlich können sie aber auch etwas schmaler und rutschiger sein. Daher sollten Sie stets vorsichtig und trittsicher unterwegs sein. Zudem verlaufen Abschnitte der Levadas auf Madeira in hohen Lagen, weshalb Sie keine Höhenangst haben sollten. Zum Teil führen die Levadas auch durch unbeleuchtete Tunnel. Packen Sie für diese Wanderungen daher Ihre Taschen- bzw. Stirnlampe ein.


Unsere Wanderreisen auf Madeira sind nicht für Alleinreisende geeignet, da die Wanderungen zum Teil durch sehr abgelegene Gebiete der Insel führen.


Wetter – beste Reisezeit zum Wandern

Das Klima auf Madeira ist von der Lage im offenen Atlantik, ihrem Gebirgscharakter mit Gipfeln von über 1.800 m und dem Einfluss des Nordost-Passates geprägt.


Temperaturen:

Auf der einen Seite hat dies das ganze Jahr über ausgeglichen milde bis angenehm warme Temperaturen zur Folge. Die durchschnittlichen Tageshöchstwerte liegen zwischen 19 °C im Winter und 26 °C während den Sommermonaten. Das Thermometer zeigt so gut wie nie extrem hohe oder niedrige Temperaturen und auch der Unterschied zwischen Tag & Nacht ist äußerst gering.

Im sonnigen Süden ist es meist ca. zwei bis drei Grad wärmer als im nördlichen Teil der Insel. Hier können Sie auf Madeira ganzjährig bei sonnig-warmem Wetter wandern.


Niederschläge:

Auf der anderen Seite ist der Niederschlag an der Südküste deutlich geringer. Die Niederschlagswolken ziehen so gut wie immer aus Nordost auf die Insel zu und regnen sich daher an den Steilklippen und Berggipfeln ab. Gerade im nordöstlichen Teil Madeiras sind daher zu allen Jahreszeiten spontane Nebelwolken oder Regenschauer möglich. Ab der Mittagszeit können oftmals Wolken aufziehen, die den Ausblick einschränken. Um die traumhafte Berglandschaft ohne Nebelvorhang zu genießen, sollten Sie Ihre Wanderungen hier möglichst früh starten.

Zur Mittagszeit ziehen im Norden und den Bergen oftmals Nebel- und Regenwolken auf.

Der Rest der Insel bleibt hingegen oftmals verschont. Im Nordosten kann es also in Strömen regnen, während im Süden die Sonne strahlt.


Die beste Jahreszeit zum Wandern:

Die Frühlingsmonate gelten als besonders schön und angenehm zum Wandern. Nach dem Winter lassen die Niederschläge nach, Temperaturen & Sonnenstunden nehmen zu – und vor allem setzt die Frühlingsblüte in ihrer unendlichen Pracht ein! Im Sommer scheint die Sonne rund 8 Stunden pro Tag und es ist meist trocken. Auch der Herbst (bis Ende November) ist eine gute Reisezeit zum Wandern & Entdecken auf Madeira.

Die Winterzeit gilt grundsätzlich als beliebte Reisezeit für einen Wanderurlaub auf Madeira. Dies gilt jedoch vor allem für den Süden der Insel. Dezember und Januar gelten als regenreichste Zeit und im Nordosten sowie im Landesinneren bestimmen dann oftmals Regen & Nebel das Wetter – eine deutliche Einschränkung für Ihr Wanderlebnis.

Aus diesem Grund bieten wir unsere Wanderreisen im Norden Madeiras in diesen beiden Monate nicht an.


Grundsätzlich sollten Sie beim Wandern auf Madeira mit Ihrer Kleidung und Ausrüstung für alle Wetterlagen gerüstet sein. Besonders wenn Sie in den Bergen & Tälern im Inselinneren und an der Nordostküste unterwegs sind kann es rasch abkühlen und regnen.


Unterkünfte – Lage & Komfort

Auf Madeira bringen wir Sie, abgesehen von der Hauptstadt Funchal, in kleinen Berg- und Küstendörfern unter. Hier gibt es eine überschaubare Infrastruktur, was z. B. Geschäfte und Restaurants angeht. Viele unserer Partnerunterkünfte sind auf den Hangterrassen der Insel gelegen und zeichnen sich durch schönste Aussichten auf Berge & Meer aus.

Übernachten Sie in kleinen Berg- oder Küstendörfern wie Jardim do Mar.

Bei unserer Wanderreise im grünen Nordosten Madeiras übernachten Sie in einfachen, authentischen Landgasthöfen und -hotels, den sogenannten Quintas. In Madeiras sonnigem Südwesten buchen wir für Sie komfortablere, landestypische Mittelklassehotels. Hier ist auch ein Hotelupgrade auf 4-Sterne-Unterkünfte möglich.


Buchen Sie Ihre Traumreise zum Wandern auf Madeira:

Unsere Wanderreisen auf Madeira

Tina Alles Von
Bei Abenteuerwege Reisen kann ich Ihnen bei der Verwirklichung Ihres Traumurlaubs in Wanderschuhen behilflich sein und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.