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Flora und Fauna auf dem Eifelsteig
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16 November 2023
Flora und Fauna auf dem Eifelsteig

Der Eifelsteig ist einer der beliebtesten Wanderwege Deutschlands und führt durch die malerische Eifelregion zwischen Aachen und Trier. Neben atemberaubenden Landschaften und historischen Sehenswürdigkeiten beherbergt der Eifelsteig eine reiche Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. In diesem Blogbeitrag zeige ich dir die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt, die ich zusammen mit meiner Kollegin Jenny aus der Buchungsabteilung auf dem ersten Abschnitt zwischen Kornelimünster und Blankenheim, entdecken durfte.

Die Tierwelt

Der Moorfrosch

Auf der ersten Etappe von Kornelimünster nach Roetgen hatten wir bereits die erste direkte Begegnung mit der heimischen Tierwelt. Gut getarnt auf den Blättern entdeckten wir einen jungen Moorfrosch. Zwar sind Moorfrösche mit einer Größe von vier bis sechs Zentimetern nicht unbedingt klein, mit seiner braunen bis grünen Farbgebung passt er sich aber perfekt seiner Umgebung an. In den Wintermonaten suchen sie in feuchten Erdlöchern oder unter Laub Schutz vor den kalten Temperaturen. Obwohl Moorfrösche in der Eifel noch häufig zu finden sind, sind ihre Lebensräume wie Feuchtwiesen, Moor- und Sumpfgebiete oder Gewässer durch menschliche Eingriffe auch in der Eifel bedroht.

Das Wildschwein

Nicht direkt auf dem Weg, aber in dem Schwarzwildgehege Roetgen haben wir ein paar Wildschweine zu Gesicht bekommen. Manchmal hat man jedoch das Glück und kann die scheuen Tiere auch in der freien Natur beobachten. Obwohl Wildschweine in der Regel friedlich sind, sollten wir ihnen aus Respekt stets mit genügend Abstand begegnen, vor allem im Frühjahr, wenn die Bachen mit ihren Frischlingen unterwegs sind.

 

Der Hausrotschwanz

Der Hausrotschwanz ist ein charmanter heimischer Singvogel, der mit seinem schwarz-grauen Gefieder und seinen auffälligen roten Schwanzfedern leicht zu erkennen ist. Während der warmen Jahreszeiten kann man ihn in offenen Landschaften, Gärten und an Gebäuden entlang des Eifelsteigs beobachten, wo er vor allem nach Insekten jagt. In der kalten Jahreszeit zieht der Hausrotschwanz in wärmere Regionen und kehrt im Frühling als fröhlicher Bote des nahenden Sommers zurück.

 

Die Mauereidechse

Diese Echsenart konnten wir auf der vierten Etappe von Einruhr nach Gemünd entdecken. Mit ihrem braun-grauen Aussehen (bei Weibchen) oder mit ihrer leuchtend grünen Farbe (bei Männchen) ist sie in den lichten Wäldern an der Urft, Urfttalsperre, Rurtalsperre oder an der Burg Vogelsang anzutreffen. Die flinke Echse ist aber nicht nur in der Eifel, sondern auch in anderen Gebieten Deutschlands zu finden.

 

Die Wildkatze

Nicht gesehen, aber dennoch in der Eifel beheimatet sind Wildkatzen. Obwohl im Nationalpark, mit mehreren hundert Tieren, die größte Population Mitteleuropas zu finden ist, sind die Katzen nur selten zu entdecken. Zum einen umfasst das Revier eines Einzeltieres gut und gerne zwei bis drei Quadratkilometer, zum anderen sind sie besonders in der Dämmerung aktiv. Man muss also Glück haben, einer dieser Großkatzen zu begegnen.

 

Die Pflanzenwelt

Der Fingerhut

Der Fingerhut, der in der Eifel sowie in vielen anderen Regionen Europas wächst, ist eine giftige, aber gleichzeitig auch sehr schöne Pflanze. Die bis zu 1,5 Meter hohe Pflanze ist vor allem auf Waldlichtungen, an Kahlschlägen sowie an Waldrändern zu finden und blüht von Juni bis  August. Charakteristisch für den Fingerhut sind seine langen, glockenförmigen Blüten, in rosa, lila oder weiß, die bis zu fünf Zentimeter lang werden können.

 

Besenheide

Diese Heidenart gedeiht besonders gut auf den kargen Böden und in den offenen Heidelandschaften der Eifel (z.B. Struffelt Heide oder Hohes Venn), wo sie im Spätsommer ihre beeindruckende Farbpracht entfaltet. Hier gilt, ähnlich wie in der Lüneburger Heide die Faustregel, dass die Heide zwischen dem 08.08. und dem 09.09 blüht. Wanderungen durch die nicht blühende Heidelandschaft sind aber nicht weniger schön.

 

Der Gilbweiderich

Der Gewöhnliche Gilbweiderich aus der Familie der Primelgewächse begeistert Naturliebhaber mit seinen leuchtend gelben Blüten, die die feuchten Wiesen und Uferbereiche der Eifel im Frühsommer in ein lebhaftes Farbenmeer tauchen. Diese Pflanze entfaltet ihre volle Pracht in großen Gruppen, die ganze Teppiche aus leuchtendem Gelb bilden. Doch der Gilbweiderich ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle im Ökosystem der Eifel. Seine Blüten locken Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an, fördern die Artenvielfalt und bieten Lebensraum für verschiedene Tierarten, die die Feuchtgebiete der Region bewohnen.

 

Der Adlerfarn

In der malerischen Eifel-Region findet man in den meisten Waldabschnitten den Adlerfarn, der sich eindrucksvoll aus dem Unterholz erhebt. Mit seinen imposanten, bis zu einem Meter hohen Wedeln zieht er die Aufmerksamkeit der Naturfreunde ganz auf sich. Der Adlerfarn verkörpert die unberührte Schönheit dieser Gegend und erinnert uns an die erhaltene Wildnis der Eifel-Region. 

 

Die Flockenblume

Die Flockenblume bezaubert mit ihrem zarten Erscheinungsbild und ihrer leuchtenden lilafarbenen Blüte. In Europa heimisch, zeichnet sich diese Blume aus der Familie der Korbblütler durch ihre zarten, gefiederten Blätter und dem Blütenkopf aus, der viele verschiedene Farbtöne von blau bis lila besitzen kann. Auf Feldern und Wiesen wachsend bringt sie im Sommer eine erfrischende Prise Farbe in die Natur. Auch die Flockenblume ist nicht nur sehr hübsch, sondern zudem eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlinge. Hier auf dem Bild hat sich ein kleines Wiesenvögelchen an der Flockenblume bedient.

 

Die Bewahrung der Flora und Fauna entlang des Eifelsteigs ist von großer Bedeutung. Um die einzigartige Natur der Region zu schützen, wurden verschiedene Schutzgebiete eingerichtet. Der Nationalpark Eifel und der Natur- und Geopark Vulkaneifel dienen somit als Schutzzone für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Besucher des Eifelsteigs werden mit Hilfe von Schautafeln und in den Touristeninformationszentren außerdem sensibilisiert, die Natur zu respektieren und sorgsam mit der Umwelt umzugehen.


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Tobias Kallenborn

Geschrieben von

Tobias Kallenborn
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