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Geschrieben von
Alex Zewe
Alex Zewe
Chefabenteuerin

6 Wochen, die alles verändert haben

Erinnern Sie sich noch an den 22. Februar und was Sie an dem Tag so gemacht haben? Ich tue es sehr genau:
Der 22. Februar ist der Geburtstag meiner Mama. Ich war bei mir zu Hause und habe eine leichte Erkältung auskuriert – daher hatte ich auch das Geburtstagsessen bei meinen Eltern verschoben, wir würden dann einfach irgendwann in den nächsten Wochen miteinander anstoßen. Ich hatte einen gemütlichen Samstag auf der Couch, habe gelesen und mein Mann hat mir ein leckeres Abendessen gekocht – alles herrlich normal und unspektakulär.

Warum also ausgerechnet der 22. Februar mir so in Erinnerung geblieben ist?  In der Rückschau ist dieser Samstag für mich persönlich und für AbenteuerWege - aber sicher auch für viele andere Menschen - der letzte normale Tag, bevor sich innerhalb kürzester Zeit die Welt, so wie wir sie kennen, komplett verändert hat.

Am 23. Februar nämlich verschärfte das Auswärtige Amt die Reisehinweise für Italien – und plötzlich war Corona in unserem Alltag hier bei AbenteuerWege angekommen. Eigentlich ist es unfassbar, dass dieses letzte normale Wochenende erst knapp 6 Wochen her ist – denn für mich fühlt es sich eher wie ein Jahr an, mit all den sich überschlagenden Entwicklungen, den schmerzhaften Entscheidungen, die wir treffen mussten und den intensiven Emotionen, die mit diesen Entscheidungen verbunden waren.
Zu Beginn der Krise war es noch ein leicht ungläubiges Staunen jeden Tag, wenn ein Szenario, das wir für unmöglich hielten, am nächsten Tag plötzlich wahr wurde. Schnell hat sich das dann aber in Verzweiflung und Trauer gewandelt, denn am 16. März blieb uns keine andere Wahl, als alle Reisen bis zum 30. April auszusetzen - Reisen war in Europa erst einmal unmöglich geworden.

Wir wissen, wie viel unsere Reisen unseren Kunden bedeuten und wie lange sie sich darauf gefreut haben – unvergessliche Erlebnisse wie das Gläschen Whisky auf dem West Highland Way, das Meeresrauschen auf dem Pfad der Götter an der Amalfiküste oder der Austausch mit Pilgern aus aller Welt auf dem Jakobsweg. Dies alles zunächst einmal absagen zu müssen, hat auch uns sehr betroffen gemacht.

Gleichzeitig machen wir uns Sorgen um unsere Partner vor Ort – kleine familiengeführte Hotels und Menschen, deren Leidenschaft es ist, andere willkommen zu heißen und ihnen eine gute Zeit zu bereiten. Wie werden sie durch die kommenden Monate kommen und ihre Familien ernähren, wie werden sie weitermachen können?

Meine Verzweiflung wurde größer als das Ausmaß dieser Krise und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft, uns alle persönlich, die gesamte Wirtschaft und natürlich auch AbenteuerWege deutlicher wurde: Wie kommen wir da durch? Welche Maßnahmen müssen wir ergreifen? Welche schweren Einschnitte machen? Wie viele Unternehmen weltweit standen und stehen wie wir vor Entscheidungen, die unendlich schwerfallen und uns alles abverlangen?

Die sicherlich schwierigste Woche bisher war die letzte, als ich unserem Team sagen musste, dass wir aufgrund der Situation Kurzarbeit anordnen müssen und aktuell nur mit 25% des ursprünglich geplanten Personals weiterarbeiten können, um so sicherzustellen, dass es auf jeden Fall für uns und unsere Kunden weitergehen wird.

Ja – die letzten 6 Wochen waren die schwersten, die ich bisher bei AbenteuerWege meistern musste, aber sie waren auch die bewegendsten.
Es gab und gibt Dinge, die mich jeden Tag aufs Neue motivieren, denn neben der Verzweiflung der ersten Wochen sind es jetzt auch Dankbarkeit, Stolz, Rührung und Zuversicht, die mich immer wieder überkommen.

Ich möchte allen unseren Kunden und Partnern danken für Ihre Unterstützung, Ihre Geduld und Ihre aufmunternden Nachrichten. Es bewegt mich, was unsere Arbeit für Sie bedeutet und dass Sie an uns glauben.

Und ich bin überwältigt von unserem Team: Innerhalb kürzester Zeit mussten unsere Abenteurer unter schwierigsten Bedingungen, aus dem Home Office und mit stark verringerter Mitarbeiterzahl unsere kompletten Systeme auf eine nie da gewesene Situation umstellen und dazu noch mit einem extrem hohen Arbeitsaufwand klar kommen.

Ungleich schwerer jedoch wiegen die großen persönlichen und finanziellen Opfer, die gerade jeder einzelne von ihnen bringt. Mir fehlen die Worte auszudrücken, wie sehr mich eure Leidenschaft für AbenteuerWege und unsere Kunden berührt. Ich bin stolz, mit euch Teil dieses Teams sein zu können und unsere Zukunft zu sichern.

Die letzten 6 Wochen haben alles verändert. Jetzt ist es an uns gemeinsam daran zu arbeiten, dass es gute Veränderungen sein werden. Lassen Sie uns zusammen von unseren nächsten Abenteuern träumen.

Und ja – ich bin zuversichtlich! Die Welt ist schön und wir wollen sie hautnah und am besten zu Fuß erleben. Und das werden wir auch wieder!

Genauso, wie ich am letzten Wochenende den Geburtstagsumtrunk für meine Mama nachholen konnte – zwar nur sehr kurz und auf der Terrasse mit 7m Sicherheitsabstand, aber immerhin – werden wir bald wieder reisen und die Freiheit in der Natur genießen.

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Ich danke Ihnen allen von ganzem Herzen für Ihre Unterstützung.

Alles Liebe, bleiben Sie gesund & bis bald draußen

Alex Zewe
 
Chefabenteurerin AbenteuerWege Reisen
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