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Feel-good Geschichte: Jessicas Geschichte
3 Minute(n) Lesezeit
19 November 2025
Feel-good Geschichte: Jessicas Geschichte

Stärke auf den Trails finden: Jessicas Weg zu Selbstvertrauen & Wohlbefinden

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Jessicas Geschichte feiert die transformierende Kraft des Wanderns – wie Zeit in der Natur Selbstvertrauen, Wohlbefinden und Perspektive wiederherstellen kann. Für sie ist die Natur nicht nur ein Rückzugsort, sondern der Ort, an dem sie sich am meisten sie selbst fühlt. 

Jessica genießt die Sonne beim Wandern

Ich bin schon immer gerne spazieren gegangen, seit ich ein kleines Mädchen war – sei es auf dem Familienhof oder beim Wandern in den Bergen mit meinem Vater. An der Universität wurde daraus etwas Tiefergehendes, als ich Wild von Cheryl Strayed las. Dieses Buch inspirierte mich, meine Abschlussarbeit über die Erfahrungen von Frauen beim Langstreckenwandern zu schreiben und darüber, wie solche Touren Körperbild, Selbstwert und das körperliche wie mentale Wohlbefinden positiv beeinflussen können. 

Für mich persönlich kam dieser Aha-Moment eines Tages in den Bergen, als ich den Grat der Aonach Eagach in Glencoe, Schottland, überquerte. Diese Erfahrung veränderte meine Sicht auf mich selbst und meine Fähigkeiten grundlegend. Obwohl ich wusste – auch aus meiner Forschung –, wie gut mir Bewegung und frische Luft taten, verstand ich erst an diesem Tag, wie alles zusammenhängt. Ich ging mit geringem Selbstwertgefühl und Zweifeln an mein Körperbild los und kam stolz zurück, weil ich meine Ängste überwunden hatte. Die Angst, nicht gut genug, fit genug oder fähig zu sein. Vor allem bewies ich mir selbst, dass ich etwas schaffen konnte, von dem andere dachten, ich könnte es nicht. Es ließ mich an mich selbst glauben. 

Vor dem Start hatten mir andere Zweifel in den Kopf gesetzt: Die Tour sei zu anspruchsvoll, was wäre, wenn ich falle, was wäre, wenn irgendetwas schiefgeht. Ich stellte mir vor, wie ich beim Abschnitt „Crazy Pinnacles“ panisch werde und auf die Bergrettung warten muss. 

Doch Schritt für Schritt konnte ich diese Ängste überwinden – indem ich ruhig blieb, mit mir selbst sprach und mir einfache, positive Sätze vorsagte: „Es ist alles gut. Du schaffst das. Sieh, wie weit du schon gekommen bist. Du bist stark. Du kannst das.“ (Und indem ich niemals nach unten schaute.) Natürlich gab es Momente, in denen mir die Knie weich wurden und mein Herz raste. Aber ich konzentrierte mich immer nur auf den nächsten Abschnitt, statt den ganzen Grat auf einmal zu sehen. So wurde teilte ich die Tour in meinem Kopf in kleine, machbare Etappen. 

Zwei Frauen auf Mallaig

Als ich den Grat schließlich hinter mir hatte, stand ich oben auf dem Gipfel, sah der Sonne beim Untergehen über Glencoe zu – und wusste: Das war einer der besten Tage meines Lebens. Für jemanden wie mich, die oft mit Unsicherheiten und mangelndem Selbstvertrauen zu kämpfen hatte, war dieses Gefühl von Stärke, Mut und Klarheit völlig neu. Mein Körper, zu dem ich ein kompliziertes Verhältnis hatte, hatte mich sicher über Scrambles, steile Anstiege und Felszacken getragen – und mir geholfen, ein lang ersehntes Abenteuer von meiner Bucket List zu streichen. Wandern ist seither ein wichtiger Baustein für mein Wohlbefinden. 

Heute gehört Wandern ganz selbstverständlich zu meinem Alltag – nicht zuletzt wegen eines energiegeladenen Hundes, der mich bei jedem Wetter vor die Tür bringt. Und weil ich sofort merke, wie schnell ich überfordert bin, wenn ich ein paar Tage nicht draußen war. Zeit in der Natur bringt mich wieder ins Gleichgewicht: Sie gibt mir Raum, über Dinge nachzudenken, Abstand zu gewinnen und positiver zu werden. 

Jessica auf der Isle of Skye

Entdecken mit AbenteuerWege

Zum Glück habe ich einen Job, der diese Leidenschaft teilt. Und ich hatte das Glück, bereits an zwei Reisen mit AbenteuerWege teilzunehmen – eine auf der Isle of Skye in Schottland und eine im Lake District in England. Beide Touren gaben mir die Möglichkeit, tief in die beeindruckenden Landschaften einzutauchen und die lokalen Gemeinschaften wirklich kennenzulernen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Portree auf Skye zu reisen, war eine wunderbare Art, das Tempo zu drosseln und mein Heimatland aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Und ein gemütliches Pub am Ende einer nassen Wanderung schätze ich jedes Mal aufs Neue. Selbst bei strömendem Regen bleibt der Lake District ein Ort von besonderer Schönheit. 

In der Natur zu sein, löst nicht sofort alle Probleme, aber es gibt dir den Raum, deine Gedanken zu sammeln und macht selbst die größten Herausforderungen ein wenig leichter. Mein Rat: Manche Menschen blühen in Wandergruppen und gemeinsamen Touren auf, während ich die Einsamkeit in der Natur und beim Wandern genieße. Zu wissen, was dich antreibt, ist der beste Weg, dranzubleiben und eigene Ziele zu erreichen. 

Mein letzter Rat: Sei mutig. Du bist stärker und fähiger, als du glaubst. Und wenn niemand mitkommen möchte – geh trotzdem. Gerade allein zu wandern ist oft der beste Weg herauszufinden, wer du wirklich bist. 

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Jessica Murrish

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Jessica Murrish
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